Mit Niveau gegen die Flut
In der Praxis bewährt: überhöhter Rückstauschutz
Was ist bei der Umsetzung der DIN EN 12056-4 im Bereich Rückstauschutz zu beachten? Wo liegt der Unterschied zwischen Rückstauebene und -schleife?
In der DIN EN 12056-4 wird die Rückstauebene unter Punkt 3.1.3 folgendermaßen definiert: Die Rückstauebene ist die höchste Ebene, bis zu der das Wasser in einer Entwässerungsanlage ansteigen kann.
Die Definition der Rückstauschleife nach DIN EN 12056-4 lautet: Die Rückstauschleife ist der Teil der Druckleitung einer Abwasser-Hebeanlage über der Rückstauebene.
Wie hoch muss der Rückstauschutz sein?
Für eine sichere Betriebsweise ist es erforderlich, die Rückstauschleife über die Rückstauebene zu führen. Normativ wird jedoch kein Maß angegeben, um welches die Überhöhung installationstechnisch auszuführen ist.
Aufgrund der zunehmenden Starkregenereignisse in den vergangenen Jahren und der Vorgabe, einen sicheren Rückstauschutz zu gewährleisten, hat sich im ausführenden SHK-Handwerk eine konstruktive Überhöhung der Sohle der Rückstauschleife über der festgelegten Rückstauebene von ca. 15 bis 30 cm als praxisgerecht erwiesen. Im Einzelfall sind lokale Bedingungen besonders zu beachten.
Fazit
Mit der Maßnahme der konstruktiven Überhöhung der Sohle der Rückstauschleife über der festgelegten Rückstauebene (ca. 15 bis 30 cm) wird insbesondere der Bauvorsorge und dem Objektschutz Rechnung getragen. Zudem gehen diese handwerklichen Umsetzungen aufgrund von zunehmenden Starkregenereignissen mit den Korrekturen der kommunalen Festlegungen der Rückstauebene (Entwässerungssatzung) einher. Die Entwässerungssatzung schreibt die Höhe inzwischen vor.